Der Motorumbau

Nach diversen kleineren und grösseren Reparaturen kam im Juni 2001 ein Motoraustausch mit kompletter Revision zum Zuge und dauerte total 7 Tage wovon 5 dokumentiert sind.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei Giuvi bedanken, denn ohne ihn hätte das Ganze vermutlich nicht stattgefunden...


Die Bilder

1. & 2. Tag

Demontage alter Motor, Transport neuer Motor

3. Tag

Zerlegung alter Motor und Innenraumbehandlung

4. Tag Aufbau des neuen Motors
5. & 6. Tag Einbau des neuen Motors
7. Tag Fertigstellung und Probefahrt


Der Ablauf

Nachdem alle zum Umbau benötigten Teile wie Anlasser, Alternator, Bremsen, Kupplung, Schrauben organisiert und zur Garage transportiert wurden baute ich am ersten Tag mit Hilfe des "Elephants" den kompletten Motor inkl. Getriebe aus. Zuerst die Achsschenkelbolzen, die Spurstangenendstücke, Stabistange und Servolenkung lösen. Benzinleitungsclip aushängen, Querträger lösen und herunternehmen. Radnabenmutter und Antriebswellen entfernen, Kardanwelle und Katalysator bei der Turbo-Kollektor-Dichtung lösen. Stossstange und Rammbügel entfernen. Frontkühler lösen und Schläuche abhängen. Ladeluftkühler, Batterie und Luftfilter ausbauen. Servopumpe und die mit dem Motor verbundenen Kabel entfernen. Die Innenraumkühlungschläuche abklemmen und den Klimakompressor ausbauen.

Jetzt sollte der Motor nur noch an den Halterungen verbunden sein. Nur noch am Elephant befestigen, die Halterungen lösen und den Motor nach unten ausbauen...dazu die Haubenstütze in der oberen Halteposition einrasten.

Am zweiten Tag wurde dann der Motorinnenraum gereinigt und die vermuteten "kleinen" Roststellen, welche sich als grösser als erwartet entpuppten, mit neuen Blechstückchen versehen, grundiert und lackiert. Dabei ist auch der Motorinnenraum neu lackiert worden.

Es folgte das Abbauen der noch benötigten Teile des alten Motors. Diese wurden gereinigt, auf Schäden überprüft und danach am neuen Motor wieder montiert. Gleichzeitig ersetzten wir alle Dichtungen, Schläuche, Schrauben usw.

Der Motor wurde dann in umgekehrter Reihenfolge wieder eingebaut. Dabei ist die Hydraulische Kupplungsbetätigung ausgestiegen und liess die Kupplung nicht ganz anziehen. Das hatte zur Folge, dass bei der ersten Testfahrt ab 4500 U/min die Kupplung durchdrehte und somit der Motor hochschoss. Die fehlerhafte Hydraulikeinheit wurde sofort ersetzt und die nächste Testfahrt angeordnet.


Das Ergebnis

Der neu verbaute Motor läuft bis jetzt einwandfrei und unglaublich ruhig im Leerlauf im Vergleich zum Alten. Da ihn noch einfahren musste (dieser war es noch nicht), begann ich erst ab 5000 Km so richtig Gas zu geben. Die Charakteristik verhält sich sehr ausgewogen und die Laufruhe ist enorm. Der Umbau hat sich absolut gelohnt.

Seither zieht nur der Turbo nicht mehr so wie vorher, aber das liegt daran, dass er auch bereits 180TKm auf'm Buckel und somit eine Revision nötig hat.


Die Turbo-Revision

Also begab ich mich auf auf die Suche nach einem VAT25-Revisionskit. Dabei wurde ich bei den "normalen" Garrett-Service-Stellen leider nicht fündig, da zum Teil nicht mal der Typ des Turbo bekannt war. Nach längerem surfen fand ich aber 'ne Firma Namens Turbomaster in Spanien und die können Revisionskit's für alle gängigen und auch speziellen Garrett-Lader liefern. Das meinte ich jedenfalls und so bestellte ich ein passendes Revisionskit, welches schlussendlich das falsche war.

So wechselte ich den ganzen Turbo der zum erstaunlichen Preis von 3700.-sFr!!! im Austausch erhältlich ist. Da ja fast keine brauchbaren Lader ans Werk zurückgehen, ist es auch kein Wunder das dafür (fast) alle Teile daran neu sind. Nur das Verdichtergehäuse könnte aufgearbeitet sein...der Rest ist neu.

Das deprimierende der ganzen Geschichte ist jedoch (dieses Auto ist leider nie ganz fertig gebaut worden...), das bei der Planung ein Stabilisierungsbügel (zwischen Motorabgas- und Turboauslasskrümmer) zwar vorgesehen ist, die entsprechenden Schraubenlöcher am Abgaskrümmer jedoch fehlen. Ich war nicht schlecht erstaunt als ich, den bei meinem T16 fehlenden, Bügel für ca 25.-sFr erhielt, jedoch nicht montieren kann. Da mein "alter" Turbo einen Riss von ca. 12cm quer durch das Abgasgehäuse vorweist, genau dort wo grosse mechanische Spannungen herrschen, kann ich davon ausgehen, das der fehlende Bügel eine Rolle spielt.

Da ich aber noch keine Alternative gefunden habe, den Bügel zu montieren, ist dies, mal abgesehen von der anstehenden Hinterachsrevision, die nächste Aufgabe die es zu meistern gibt...

Mal sehen... sobald ich die Zeit dafür finde, werde ich mich dem widmen......bis dahin muss er laufen...!

 

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